stuecke10_clip_image001.jpgWassily Kandinsky

1866 in Moskau geboren, lernt gleichzeitig Russisch und Deutsch, erhält Zeichen-, Klavier- und Cellostunden.
1886 in Moskau Aufnahme des Studiums der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft.
1896 Schlüsselerlebnis durch ein Bild der Serie „Der Heuhaufen“ von Claude Monet auf dem er keinen Heuhaufen erkennt, aber „die verborgene Kraft der Palette, die über all seine Träume hinaus gingen“ erkennt.
Um die gleiche Zeit entdeckt er mit „Lohengrin“ die Musik Richard Wagners. Ihm wurde klar,
das „die Malerei eine ebensolche Kraft wie die Musik besitzt“.
1898 siedelt er nach München um, um dort die Kunstakademie zu besuchen.
1904 erscheint ein Album mit 12 schwarz/weiß Holzschnitten mit dem Titel „Gedichte ohne Worte“ . Er arbeitet an einer Farbenlehre und macht die ersten Notizen zu „Über das Geistige in der Kunst“.
1907 entstehen, inspiriert durch die Theosophie und Vorträge von Rudolf Steiner, Holzschnitte, die später „Klänge“ illustrieren werden.
1908 beginnt „das Ende seiner naturalistischen Phase“.

Mit dem Komponisten Thomas von Hartmann und dem Tänzer Alexander Sacharoff erarbeitet er seine ersten „Bühnenkompositionen“ die aus drei Elementen bestehen:

•  musikalischer Ton und seine Bewegung
•  körperlich-seelicher Klang und seine Bewegung durch Menschen und Gegenstände ausgedrückt.
•  farbiger Ton und seine Bewegung.

Es entstehen „Der gelbe Klang“, „Grüner Klang oder Stimme“, „Schwarz und Weiß“ und „Schwarze Figur“. Musik, Tanz, Theater und bildende Kunst werden zusammen-geführt.
1909 schließt er seine kunsttheoretische Abhandlung über „Das geistige in der Kunst“ ab, die dann 1912 im Almanach „Der Blaue Reiter“ erscheinen wird. Die „innere Notwendigkeit“ ist das alleingültige Prinzip künstlerischer Inspiration, „die Farbe hat Vorrang gegenüber der Form“, grundlegende Bedeutung hat der „farbliche Klang“.
1910 malt er die „Komposition I.“ der noch eine Reihe von „Kompositionen“ folgen.
1911 entdeckt er Parallelen seiner Gemälde zur Musik von Arnold Schönberg, die, die „gleichen Dissonanzen enthalten.“ Er malt sein erstes abstraktes Werk, „Bild mit Kreis“.
1914 sollen die Bühnenkompositionen „Der gelbe Klang und „Violett“ von Hugo Ball in München inszeniert werden. Der Ausbruch des 1. Weltkrieg macht alles zunichte.
Kandinsky verläßt Deutschland, geht nach Rußland
1921 kommt er zurück und beginnt 1922 seine Lehrtätigkeit am Bauhaus, Weimar
1926, Veröffentlichung der zweiten kunsttheoretischen Schrift, „Punkt und Linie zu Fläche“.
1928 entstehen die Bühnenbilder und die Theaterinszenierung zu Mussorgskys Klavierkomposition „Bilder einer Ausstellung“.
Die Uraufführung findet am 4. April 1928 im Friedrich-Theater in Dessau statt.

Ausführliche Biografie

 
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