Home Kunst 22 Figuren

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Entstanden in der Zeit vom 8. – 29. Juli 2000 in Kerpen. Aus Metallteilen zusammen-geschweißt, schwarz lackiert und mit farbigem Acryllack, rot, blau, gelb, grün, weiß bemalt. Für jeden Aufenthaltstag eine Figur. Die Namensgebung erfolgte auf Grund der Charakteristik der Figuren und der Namenstage in diesem Zeitraum, die ich dem Kalender der Kreissparkasse Daun entnommen habe.

Die Idee kam zwei Wochen vorher in Magdeburg durch die Ausstellung der „Schrottfiguren“ des Österreichers Otto Potsch im Puppentheater, im Rahmen des UNIMA Weltfestivals der Puppenspieler.

1998 habe ich die Figur „Brto-Edgar“ als Skulptur gebaut. Die vielen Kisten und Kästen in Keller und Garage, die mit jahrzehnte alten Schrauben, Nägeln und sonstigen Metallteilen gefüllt sind und die irgendwann teuer entsorgt werden müssen haben mich dazu animiert. Die Teile stammen teilweise noch aus dem Bestand meines Großvaters, der 1954 gestorben ist. Die meisten Sachen nutzlos, aber viele Erinnerungsstücke aus der Kindheit dabei.
Teile von Autos, wie der legendäre, kombinierte Renault Wagenheber/Startkurbel/Radmutterschlüssel. Alte verrostete Werkzeuge, die nie funktioniert haben, Wellen und andere Drehteile die mein Vater bei der DEMAG in Jünkerath, wo er als Maurer arbeitete, für einen bestimmten Zweck herstellen ließ, seine Idee aber nicht umsetzte. Oder einfach Teile, die „man irgendwann bestimmt einmal brauchen würde“ wie die mühsam ausgebauten Fensterscharniere.
1998 habe ich die Figur „Brto-Edgar“ als Skulptur gebaut. Die vielen Kisten und Kästen in Keller und Garage, die mit jahrzehnte alten Schrauben, Nägeln und sonstigen Metallteilen gefüllt sind und die irgendwann teuer entsorgt werden müssen haben mich dazu animiert. Die Teile stammen teilweise noch aus dem Bestand meines Großvaters, der 1954 gestorben ist. Die meisten Sachen nutzlos, aber viele Erinnerungsstücke aus der Kindheit dabei. Teile von Autos, wie der legendäre, kombinierte Renault Wagenheber/Startkurbel/Radmutterschlüssel. Alte verrostete Werkzeuge, die nie funktioniert haben, Wellen und andere Drehteile die mein Vater bei der DEMAG in Jünkerath, wo er als Maurer arbeitete, für einen bestimmten Zweck herstellen ließ, seine Idee aber nicht umsetzte. Oder einfach Teile, die „man irgendwann bestimmt einmal brauchen würde“ wie die mühsam ausgebauten Fensterscharniere.

Erst war die Skulptur „naturbelassen“, rostig mit Farbresten, die „schlechten“ Schweißnähte, eher „Bratpunkte“, sichtbar. Durch das spätere lackieren mit der Sprühdose wurde daraus erst eine eigene, gleichförmige, neue Form. Das dann wieder später erfolgte Bemalen, unterstrich diesen neuen Ausdruck.

Ein Jahr später, 1999, baute ich dann die Schrottskulptur „Big Mama-Martha“ mit 160 cm Höhe, bei der das lackieren und bemalen schon bei der Entstehung geplant war.

Im Sommer 2000 nahm ich dann Ergänzungen und Änderungen vor, die den bis dahin abstrakten Skulpturen einen figürlichen Ausdruck gaben. Dies geschah durch den Zusatz von drei „Haaren“ und das Verändern der „Nase“ bei „Brto-Edgar” und das Anbringen von „Armen“ und „Händen“ bei „Big Mama-Martha“.

Die beiden Reisesamstage hatten damit ihre Figuren. Ich setzte mir das Ziel für jeden Aufenthaltstag eine Figur zu bauen. Tagsüber schweißte ich in der Garage und lackierte dort mit der Sprühdose, abends bemalte ich die Figuren im Wohnzimmer.

Begleitet wurde das Ganze durch den eigentlichen Zweck meines Aufenthaltes in Kerpen, nämlich eine Lösung für das weitere Leben meiner damals 91-jährigen Mutter zu finden, die fast erblindet noch alleine im Haus wohnte. Wie diese Konflikte in die einzelnen Figuren eingeflossen sind, lässt sich nicht definitiv sagen, ist sicher aber vorhanden.

 

 
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