Rosenmontagsidee eines Widders (9)

 

 

Am Rosenmontag, es war still

Da sagt der Widder was er will

Er will nicht länger Widder sein

Er denkt sich, ich werd jetzt ein Schwein

 

Ein Schwein mit Haxen, Hals und Bauch

Und Hinterschinken für den Rauch

Meine Haut wird rosig weich

Einem Kinderpopo gleich

 

Weg sind Wolle und das Horn

Oben an dem Kopfe, vorn

Niemals werd ich mehr geschoren

Hab mich immer tot gefroren

 

Meine Sprache leg ich ab

Weil ich jetzt zu grunzen hab

Fressen muss ich nicht mehr suchen

Auf den Wiesen, neben Buchen

 

Lieg im Stall mit anderen Säuen

Das werd niemals ich bereuen

Regen macht mir nichts mehr aus

Denn ich wohn ja in dem Haus

 

Lauf nicht Stunden über Stoppel

Schlaf nicht stehend auf der Koppel

Um mich laufen keine Hunde

Hektisch ihre Hüterunde

 

Neulich sagte welch ein Schock

Jemand zu mir alter Bock

Künftig heißt es, das ist schlau

Siehst du da die fette Sau ?

 

Ach, wann ist es bloß so weit

Ich verliere doch nur Zeit

Sag mir schnell wo ist der Ort

Für die Schweineneugeburt

 

WR 4.2.08

 

 

 

Traumschaf (10)

 

Traumzeichen auf dem Weg zur Arbeit

Zu spät, keine Chance ihnen nahe zu kommen

Was hat du nicht alles schon geträumt

Du alter Narr

Die frühen Männerträume

Erinnerst du dich noch?

Nein! Denen bist du auch nicht so nahe gekommen

Wie du es gerne gehabt hättest.

Die Erkenntnis, dass der Herr: „den Seinen die Dinge im Schlaf gibt“

Das weist du seit dem, stimmt nicht

Aber, du hast nicht aufgehört damit

Hast sogar Tagträume ausprobiert

Kurz, aber schmerzvoll

Es lässt sich nichts wegträumen

Und schon gar nichts herträumen

Warte bis du ein Wolkenschaf bist

Und deine Herde stolz auf dich ist

Nur die Besten schaffen das.

 

WR11.2.08

 

 

 

Schäfchen zählen (11)

 

Zählt man mehr als nur ein Schaf,

fällt man oft in tiefen Schlaf.

Manchmal fällt man auch herein,

und schläft ohne zählen ein!

 

WR 18.2.08

 

 

 

Arme Osterlämmer (12)

 

Vogelstimmen intonieren den Februarmorgen

Sommersonnenwarm sind die Mittagsstunden

Ist es der geschenkten neunundzwanzigste Tag,

der Juno Februata, der den heiligen Monat der Göttin

des "Liebesfiebers", auf Touren bringt?

 

Dieser Monat stiehlt dem März die Schau!

Und der hat es diesmal ja wirklich nicht leicht.

Hat er doch in vier Wochen Ostern auszurichten.

 

Die armen Osterlämmer.

 

 

WR 25.2.08

 

 

 

 

 

 

 
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