Home Objekt Theater Der Gelbe Klang

Der Gelbe Klang, ist eine nahezu abstrakte Komposition aus Farben, Klang und Bewegung, die Kandinsky in seinem Szenarium genau festgelegt hat. Fünf gelbe Riesen sind die zentralen Gestalten des ersten, dritten und fünften Bildes; im Blickpunkt des zweiten Bildes steht eine große, gelbe Blume. Das vierte Bild spart (wie die Einleitung) die Farbe Gelb aus: Ein Kind in Weiß neben einer Kapelle mit gesprungener Glocke und ein dicker Mann in Schwarz bestimmen die Szene. Zu den Riesen bzw. der gelben Blume treten im ersten, zweiten und fünften Bild menschliche Wesen in unterschiedlichen Gruppierungen, Haltungen und Bewegungen in spannungsvolle Beziehung, während im dritten Bild zur Erscheinung der Riesen nur eine angsterfüllte Tenorstimme erklingt. Das sechste Bild schließlich zeigt einen großen gelben Riesen, der stetig in die Höhe wächst, bis er zum Schluss, mit ausgebreiteten Armen dastehend, einem Kreuz gleicht.

 

Zur Entstehung der "abstrakten Bühnenkompositionen" von Wassily Kandinsky

1904 erscheint ein Album mit 12 schwarz/weiß Holzschnitten mit dem Titel „Gedichte ohne Worte". Er arbeitet an einer Farbenlehre und macht die ersten Notizen zu „Über das Geistige in der Kunst".

1907 entstehen, inspiriert durch die Theosophie und Vorträge von Rudolf Steiner, Holzschnitte, die später „Klänge" illustrieren werden.

1908 beginnt „das Ende seiner naturalistischen Phase". Mit dem Komponisten Thomas von Hartmann und dem Tänzer Alexander Sacharoff erarbeitet er seine ersten „Bühnenkompositionen" die aus drei Elementen bestehen:

  1. musikalischer Ton und seine Bewegung
  2. körperlich-seelicher Klang und seine Bewegung durch Menschen und Gegenstände ausgedrückt.
  3. farbiger Ton und seine Bewegung.

Es entstehen „Der gelbe Klang", „Grüner Klang oder Stimme", „Schwarz und Weiß" und „Schwarze Figur". Musik, Tanz, Theater und bildende Kunst werden zusammen-geführt.

1909 schließt er seine kunsttheoretische Abhandlung über „Das geistige in der Kunst" ab, die dann 1912 im Almanach „Der Blaue Reiter" erscheinen wird. Die „innere Notwendigkeit" ist das alleingültige Prinzip künstlerischer Inspiration, „die Farbe hat Vorrang gegenüber der Form", grundlegende Bedeutung hat der „farbliche Klang".

1910 malt er die „Komposition I." der noch eine Reihe von „Kompositionen" folgen.

1911 entdeckt er Parallelen seiner Gemälde zur Musik von Arnold Schönberg, die, die „gleichen Dissonanzen enthalten." Er malt sein erstes abstraktes Werk, „Bild mit Kreis".

1914 sollen die Bühnenkompositionen „Der gelbe Klang" und „Violett" von Hugo Ball in München inszeniert werden. Der Ausbruch des 1. Weltkrieg macht alles zunichte.

Kandinsky verläßt Deutschland, geht nach Rußland

1921 kommt er zurück und beginnt 1922 seine Lehrtätigkeit am Bauhaus, Weimar

1926, Veröffentlichung der zweiten kunsttheoretischen Schrift, „Punkt und Linie zu Fläche".

1928 entstehen die Bühnenbilder und die Theaterinszenierung zu Mussorgskys Klavierkomposition „Bilder einer Ausstellung". Die Uraufführung findet am 4. April 1928 im Friedrich-Theater in Dessau statt.

 

Kurz nachdem ich 1998 die Arbeit an "Bilder einer Ausstellung" abgeschlossen hatte, habe ich mit der Aufarbeitung des "Gelben Klang" begonnen. Das Konzept liegt seitdem in der Schublade. Bei der Umsetzung gibt es technische Probleme die noch nach Lösungen suchen.

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